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Cybersecurity-Report: Mehr als 50 % des Web-Traffics stammt von Bots

Laut dem aktuellen „Bad Bot Report 2025“ des Sicherheitsunternehmens Imperva machten automatisierte Zugriffe im Jahr 2024 rund 51 Prozent des weltweiten Internetverkehrs aus. Damit übersteigen Bots erstmals den Anteil menschlicher Nutzer. Der Großteil entfällt dabei auf sogenannte „Bad Bots“, also automatisierte Programme, die gezielt Sicherheitslücken ausnutzen, Inhalte scrapen oder Webseiten überlasten.

Besonders problematisch ist laut Imperva der zunehmende Einsatz generativer KI. Tools wie ChatGPT von OpenAI oder Gemini von Google senken die Einstiegshürde für Angreifer erheblich. Sie ermöglichen es, Bot-Code effizient zu erstellen, Angriffsversuche zu analysieren und neue Umgehungsstrategien zu entwickeln. Das führt zu einer schnellen Weiterentwicklung automatisierter Angriffe – in Qualität wie in Quantität.

Im Schnitt wurden laut Report täglich über zwei Millionen KI-gestützte Attacken registriert. Dabei stach insbesondere das Tool „ByteSpider“ hervor. Der von ByteDance entwickelte Webcrawler war für 54 Prozent der erfassten Bot-Aktivitäten verantwortlich. Durch seine Legitimität als Such-Bot eignet er sich laut Imperva besonders gut für Spoofing-Angriffe, bei denen sich schädliche Bots als harmlose ausgeben.

Am stärksten betroffen sind laut Analyse Finanzdienstleister, der Gesundheitssektor und Online-Händler. Diese Branchen sind aufgrund sensibler Daten und hoher Nutzungsfrequenz bevorzugte Ziele automatisierter Angriffe. Die Bedrohungslage verschärft sich, da Bot-Traffic nicht nur Ressourcen belastet, sondern auch gezielte Denial-of-Service-Angriffe ermöglichen kann.

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