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Das sind 2025 die 21 Top-Influencer:innen aus Österreich

Kleines Land, große Reichweite. Viele der spannendsten Influencer:innen im deutschsprachigen Raum kommen aus Österreich. Sie geben auf YouTube, TikTok oder Instagram Einblick in ihr Leben, haben einen großartigen Schmäh und zeigen auf, wo im Land der Schuh drückt. Wir haben die 20 interessantesten Influencer aus Österreich im Jahr 2025 für dich gesammelt.

(aktualisiert am 1. August 2025)

Inhaltsverzeichnis

Die Top 20 Influencer aus Österreichim Jahr 2025

1. dariadaria

Wer Madeleine Daria Alizadeh auf Instagram folgt, darf sich sowohl auf Hundecontent und Make-Up Routinen wie auch auf klar positionierte politische Meinungen freuen. Unter @dariadaria ist die Wienerin seit über 10 Jahren im Internet aktiv. 2013 startete sie als Fashionbloggerin und fand über Umwege ihren heutigen Fokus auf Instagram: Nachhaltige Mode. Die Gründerin des ethischen Modelabels „Dariadeh“ ist Expertin in Sachen Slow Fashion und teilt ihre Erfahrungswerte mit ihren Followern. Dabei geht es zum Beispiel darum, dass „Made in Europe“ nicht gleich fair bedeuten muss oder darum, was die Modebranche mit Feminismus, soziale Ungerechtigkeit und Umwelt zu tun hat.

Doch auf ihrem Account teilt die Unternehmerin nicht nur ihre Arbeit mit den 330 Tausend Followern, sondern auch viel Persönliches und Politisches. Auf Instagram erzählt die Influencerin aus Österreich von ihrer ADHS-Diagnose, Diskriminierungserfahrungen, ihren Gedanken zum Nahost-Konflikt, aber auch ihrer Meinung zur veganen sauren Süßigkeitenauswahl Österreichs – diese Frau kann man nicht so leicht in eine Schublade stecken.

2. Austriankiwi

Jonathan Balchin aka austriankiwi war auf einmal da in der österreichischen Social Media Welt und ist jetzt nicht mehr wegzudenken. Auf TikTok zeigt uns der Neuseeländer, wie es so ist, in Österreich als englischsprachiger Ausländer – und bringt damit mittlerweile Millionen zum Lachen. Vor allem kommen seine Videos zum Deutsch lernen sehr gut an, können sich damit doch besonders viele identifizieren.

Das große Geheimnis hinter Comedy ist bekanntlich das Timing, und das hat der Influencer aus Österreich heraus wie kaum ein anderer. In Kombination mit seiner charmanten Art, die die Österreicher:innen ertappt, aber ihnen auch schmeichelt, ist es ein Erfolgskonzept.

Besonders den Salzburger:innenn dürfte er es angetan haben, ist doch seine Freundin aus Straßwalchen. Kein Wunder also, dass Balchin in gefühlt jedem zweiten Video ein Stiegl Bier in der Hand hält.

3. Geschichtetok

Historynerds aufgepasst! Samra Kljajic bietet unter Geschichtetok auf TikTok bzw. Geschichtegram auf Insta Einblicke in die Vergangenheit. In kurzen und knackigen Videos teilt sie absurde und interessante Fakten über historische Persönlichkeiten. Seit bald 3 Jahren ist sie damit erfolgreich, ihre Videos werden über eine Millionen Mal aufgerufen. Studiert hat sie internationale Entwicklung an der Uni Wien, aber Geschichte ist ihre Leidenschaft. Auf diesem Kanal treffen „Aha“-Momente auf unterhaltsame Erzählungen.

Die meisten haben in der Schule schon mal vom Sonnenkönig gehört, doch die wenigsten wissen von seinen Verdauungsproblemen, die ihn wohl vor die ein oder andere royale Herausforderung gestellt haben dürfte… Bei Geschichtetok gibt es viel zu lernen und zu lachen.

4. Kyzer

Der 25-jährige Youtuber und Twitcher Andi Kaiser teilt in seinen Videos sehr gut recherchierte Inhalte zu diversen Internet-Themen. TikTok steht er eher kritisch gegenüber, vielleicht auch, weil er dort nicht die Möglichkeit hätte, seine Meinung in 10–15 Minuten ausführlich zu erklären. Auf YouTube bekommt der Influencer aus Österreich die Chance, wirklich in die Tiefe zu gehen und kann so seine 200.000 Abonnenten informiert aus seiner Sendung entlassen.

Wer sich viel im Internet aufhält, wird bei Kyzer noch tiefer in die Materie einsteigen können. Er verschont weder die Kollegen der lokalen YouTube-Branche, noch scheut der Influencer aus Österreich davor zurück, sich größeren Themen aus den USA zu widmen. 

5. hatcetenekenemene

Hatce Tene Kene Meine teilt auf TikTok ihr Arbeitsleben im Pflegeberuf und gibt als #nursehatce Einblicke ins Krankenhaus. Nicht nur ist sie eine Inspiration für angehende Pflegekräfte, ihr Kanal bietet auch Aufklärung zu medizinischen Themen und zum Alltag im Spital. Zum Beispiel, wie ihr Abend an Ramadan aussieht, bevor sie am nächsten Tag eine 12,5 Stunden Schicht hat. Wie sie sich auf Prüfungen vorbereitet oder wie Symptome einer Unterzuckerung aussehen können.


Einmal mehr dürfen wir hier lernen, dass der sehr harte Pflegeberuf gesellschaftlich nicht genug wertgeschätzt wird. Dennoch ist es für die TikTokerin mit türkischen Wurzeln der absolute Traumjob, für den sie hart gekämpft hat. Heute ist sie Pflege-Masterstudentin. Der erste Satz auf dem TikTok Account: „Nein, ich habe nicht vor Medizin zu studieren!“

6. Toxische Pommes

Die TikTokerin Irina aka Toxische Pommes ist schon lange auch über die Grenzen Österreichs hinaus für ihre scharfe Satire bekannt. Mal trifft es die ÖVP dann den pseudolinken Kunststudenten auf deinem Bumbledate, dann Sitznachbar Jonas aus dem Jus-Studium, Immobilienmaklerinnen, Backpacker, Wienerinnen, rich kids, Boomer und dann wieder die ÖVP. Ihre Reels haben bis zu 700 Tausend Klicks, nicht nur, weil sie lustig sind und manchmal wehtun, sondern vor allem, weil sie akkurat sind. Toxische Pommes schafft es, dass sich die einen durch ihren Humor ertappt fühlen, während die anderen sich verstanden fühlen.

Wer nur ihre Videos sieht, könnte meinen, Irinas Motivation sei ausschließlich Frustration. Aber wer ihre Insta-Stories schaut, einen Podcast mit ihr hört oder ihre Liveshow besucht, der kriegt ein anderes Bild. Hinter den Gags steckt eine queere Serbin aus Wiener Neustadt, die es mit ihrem Humor schafft, dass sich hunderttausende Follower im deutschsprachigen Raum gesehen fühlen.

Grade hat Irina mit “Ein schönes Ausländerkind” ein Buch veröffentlicht, das hoffentlich wie der Rest ihrer Arbeit eine Realitätswatschen ist, die wir in Österreich dringend brauchen.

7. Bruman Rockner

…Eigentlich Roman Bruckner ist ein österreichischer Suderant, wie er im Buche steht und die Leute lieben es. „Wörter die mir am Oasch gehen“ ist mittlerweile bei Part 58 und keiner vermutet, dass dem Influencer aus Österreich irgendwann diese nervigen Ausdrucksweisen ausgehen könnten, die ihm am Oasch gehen.

Auf dem Account Bruman Rockner findet sich Sass, Selbstironie und Humor, aber auch eine gesunde Portion Queer Pride und Gesellschaftskritik. Definitiv ein LGBTQIA+ Safe Space und Lacher garantiert.

8. michibuchinger

Der Kabarettist, Autor und Podcaster ist zwar nicht gerade ein Internetgeheimtipp, darf aber doch in keinem Instagram News Feed fehlen. Dort gibt Michael Buchinger Einblicke in seinen Alltag: Wohnungseinrichtung, Kochtipps, seine Beziehung und Reisen. Doch auch wer von seinem ikonisch bissigen Humor nicht genug bekommt, kommt auf seine Kosten.

Der Wiener parodiert in seinen Reels „die burgenländische Tante“ oder Deutsche in Österreich, ist sich aber auch nicht zu schade, Witze auf eigene Kosten zu machen. Auch ein Besuch auf YouTube lohnt sich. Wenn Buchingers Social Media Kanäle in eine Netflix Kategorie passen müssten, wäre es „Herzlich lachen in unter 20 Minuten“.

9. rebeccachelbea

“Für mehr Realität in deinem Feed” ist der erste Satz, der in der Instagram Biografie von Rebecca Chelbea zu lesen ist. Davon machen fast 90.000 Menschen Gebrauch, die dem Content der Wienerin folgen. Mehr Realität heißt in Chelbeas Fall zum Beispiel: Auch Frauen haben Körperbehaarung, jeder Mensch hat mal schlechte Tage und manchmal gibt es in ihrer Story auch aus Versehen einen Rülpser zu hören. “Sorry, das passiert ständig seit der Schwangerschaft und ich habe keine Lust das Video nochmal aufzunehmen”.

Die Influencerin erwartet nämlich ein Kind und nimmt ihre Follower:innen aktuell mit durch die Schwangerschaft. Auch in dieser Zeit bleibt sie ihren Steckenpferd-Themen von Selbstliebe und Körperakzeptanz treu. Wenn die Hose nicht mehr zugeht, nach zwei Treppenstufen die Puste ausgeht oder man gerne den eigenen Körper wieder für sich alleine haben möchte, dann ist das ok. Die Message: Du bist genug.

10. Wurstaufschnitt

Auf Lionel Kollers TikTok Account ist einem gleichzeitig nach Lachen und Weinen zumute. Seine Satire Reels der österreichischen Politik tun genau an den richtigen Stellen weh. Erst seit 2020 bringt der Influencer aus Österreich als @wurstaufschnitt seine Follower:innen zum Lachen. Heute werden seine Videos bis zu hunderttausendmal aufgerufen, dennoch hat Koller seinen Vollzeitjob behalten und ist nicht finanziell von seinen Onlineauftritten abhängig.

In den sozialen Medien schafft der 36-Jährige es, seine Erfahrungen mit Alltagsrassismus oder Homophobie in 15-sekündige Videos zu verpacken. Ab diesem Jahr kann man den Content Creator auch auf Wiens Stand Up Bühnen besuchen. Wir hoffen aber stark, dass er uns noch weiterhin diese Momente liefert, in denen man in den Öffis sitzend, mit Kopfhörern im Ohr, in lautes Lachen ausbricht, weil er mal wieder das ausgesprochen hat, was man sich selbst schon so oft gedacht hat.

11. iamchristlclear

Auf Christiana Ogunfojuri Instagram Kanal bleibt man popkulturell auf dem neuesten Stand. Ihre Lieblingsserien, Modetrends, Spotify Playlists und jede Menge humorvoller Content mit ihrem Mann Markus sorgen für einen Schmunzler, wenn man in der Timeline über Christl Clear stolpert.

Über Lifestyle Inhalte hinaus teilt sie auf ihrem Account aber auch wertvolle Infos über das Schwarz sein in Österreich und klärt über Rassismus auf. Das meiste Geld verdienen Influencer:innen durch Kooperationen mit Werbepartner:innen. Christl nutzt die Zusammenarbeit für Aufklärungszwecke, indem sie zur Brustkrebsfrüherkennung, über HPV und Frauenvorsorgeversicherung postet… Naja und für schöne Schuhe und Urlaub, aber wer kann es ihr verübeln.

12. grindig

Auch der Tiroler, der hinter dem TikTok Kanal @grindig steckt, begann seine Online Karriere aus der Corona-Fadheit heraus. Der Influencer aus Österreich ist bekannt für seine Satire, die mit hohem Cringefaktor den Fremdscham beim Zusehen auslöst. Vor allem seine Dating-Videos lösen das klassische Unfallphänomen aus: Unangenehm, aber irgendwie kann man nicht wegschauen. 

Zielscheibe der Parodien ist häufig das Wiener Krankenhauspersonal, am liebsten, so scheint es, Ärzte. Das dürfte von der Vergangenheit des Influencers als ehemaliger Krankenpfleger herrühren. Aber auch Therapeuten, Kunstschaffende und toxische Männer im Allgemeinen kriegen auf dem Account ihr Fett weg. Seinen Namen will der Anfang 30-jährige TikToker übrigens nicht verraten. 

13. Alexandra Stanić

Berührende Worte, ehrliche Gefühle, klare Haltung und schöne Kunst. Niemand schafft so gut, die Schere zwischen ästhetischem Fotografie-Content zu messerscharfen Rants über toxische Männer, Nationalist:innen, Homophobie und Frauenfeindlichkeit. Auf Alexandra Stanić Kanal findet man echte Emotionen und eindeutige Meinungen. Jede Menge Wut aufs Patriarchat, ergreifende Familiengeschichten, die unter die Haut gehen, mental health Themen und ihre Kolumne „Wie gayts“ sind nur einige Aspekte ihrer Arbeit im Internet.

Die Analog-Fotografin und Podcasterin enttabuisiert, in dem sie offen über ihre Periodenschmerzen oder ihre Therapieerfahrungen spricht. Dadurch berührt sie viele ihrer ebenfalls Ex-jugoslawischen Follower. Als Bosnierin mit klarer Antihaltung gegenüber Nationalisten in der Community erhält sie viel Gegenwind von Rechten. Als queere Frau aus einer Arbeiterfamilie mit Migrationshintergrund erfährt sie in Österreich mehrfach Diskriminierung. Trotzdem scheut die Journalistin nicht davor zurück, auf Instagram ihre Meinung zu teilen, wütend und verletzlich zu bleiben. Chapeau!

14. Jaqueline Scheiber

Jacqueline Scheiber zu folgen ist eine gute Idee für alle, die gerne auf Instagram in Geschichten eintauchen. Als minusgold lässt uns die Autorin immer wieder Teil haben an ihren Texten und berührt mit ihren Worten schon seit Jahren zigtausende Follower.

Von ihrem Sprachtalent abgesehen, findet man aber auf ihrem Account auch viele Inhalte zu Themen wie Normschönheit, Klassismus, Rassismus und Feminismus. Die Sozialarbeiterin teilt auf Social Media ihre Gewichtsschwankungen, Körperbehaarung und depressive Phasen und zeigt damit die echte Seite hinter dem Menschen, die uns im Internet so oft verwehrt bleibt. Ihr geht es nicht immer gut, sie ist nicht immer zufrieden mit ihrem Äußeren, sie teilt gute, aber auch schlechte Tage mit den Usern und sorgt so dafür, dass sich Zusehende ganz normal fühlen. Eine willkommene Abwechslung zum angeblich so perfekten Leben vieler Influencer.

15. Berfin Marx

Diese freie Journalistin steht für ganz klar links positionierte, gute recherchierte, politische Bildung. Ihren Themenschwerpunkt hat sie auf intersektionalen Feminismus und Antirassismus gelegt. Kurz und knackig zusammengefasst zeigt sie kapitalismuskritische Zusammenhänge auf und richtet sich damit nicht nur an ein österreichisches Publikum. Ihre Quellen findet sie dabei unter anderem in ihrem Masterstudium „Human Rights“, das sie momentan in den USA absolviert.

Auch wenn es aktuell auf ihrem Instagram-Kanal eher ruhig zugeht, findet sich auf dem Account @berfin.marx eine wertvolle Sammlung an Wissen, das den 33,2 Tausend Followern als Nachschlagewerk für kritische Aufklärungsarbeit dient.

16. ellymagpie

Auf diesem Kanal wird mit dem Klischeebild der dünnen, drahtigen Fitnessbloggerin Schluss gemacht. Elisabeth Marcinkowski beweist, dass dicke Menschen auch sportlich sein können und sich mit demselben Selbstbewusstsein wie alle anderen im öffentlichen Raum zeigen dürfen. Neben Workout Tipps zu Motivation oder Technik, setzt sie sich generell für mehr Körperdiversität beim Sport ein. 

Auch wer unsportlich ist, kommt hier auf seine Kosten. Marcinkowski klärt über Fettfeindlichkeit auf, schafft aber auch jede Menge empowernde Inhalte. Damit schafft sie es, einen erfrischend neuen Blick auf Sport zu werfen: Bewegung tut uns körperlich und geistig gut und dient nicht allein dazu, einem von uns erwarteten Schönheitsideal hinterher zu eifern. Sport darf allein zum Spaß da sein und Körper sind nicht da, um bewertet zu werden. 

17. vienna_wheelchair_view

Evelyn Brezina gibt auf Instagram Einblicke in ihr Leben. Die 56-jährige leidet an Osteogenesis Imperfecta, der sogenannten Glasknochenkrankheit und sitzt deswegen im Rollstuhl. Ihren Onlineauftritt nutzt sie, um ihren Blick auf Wien mit den Followern zu teilen. Das bedeutet sowohl schöne Bilder der Bundeshauptstadt, aber auch eine Perspektive auf die Stadt, die für viele Menschen ohne Behinderung unsichtbar bleibt. Wusstet ihr zum Beispiel, wofür der kleine Strich steht, der vor der Minutenanzeige der U-Bahn unten eingeblendet wird? Brezina erklärt: Daran erkennt man, ob eine neue, oder eine alte U-Bahn einfährt. Der Strich steht für die Rampe.

Die Stadt Wien kommt allerdings nicht nur positiv weg. Vienna_wheelchair_view zeigt auf, wie unsere Gesellschaft Menschen nach wie vor behindert und nicht allen Wiener*innn gleiche Möglichkeiten bietet.

18. radikalbehindert

Sascha (keine Pronomen oder dey/deren; they/them) leidet unter chronischen Schmerzen in den Füßen, studiert Geschichte und politische Bildung und teilt bei Twitter, Instagram und TikTok deren Wissen. Zu deren Aktivismus gehört auch viel Aufklärung zum Thema Behinderung. Zum Beispiel, warum es wichtig ist, sich das Wort “behindert” wieder anzueignen, nachdem es noch immer viele Menschen als Beleidigung verwenden. 

Darüber hinaus findet man auf dem Account generell jede Menge gut aufgearbeitete politische Informationen. Zum Beispiel werden Begriffe wie “Intersektionalität” erklärt oder Tipps für Männer bereitgestellt, die beginnen sich mit Feminismus auseinanderzusetzen. 

19. fariscucu

Faris Kurubooshti kämpft an mehreren Enden gleichzeitig gegen Diskriminierung, denen dey als nicht-binäre Schwarze Person ausgesetzt ist. Der Fokus von Kurubooshtis Aktivismus liegt auf LGBTQIA+ Themen und seiner Heimat Äthiopien bzw. ihrer Diaspora, ohne aber den Blick für das Große Ganze zu verlieren. Mit dem unermüdlichen Einsatz gegen Homo-, Transphobie und Rassismus gibt dey vielen queeren Menschen Hoffnung.

Die Reichweite nutzt Kurubooshti zum Beispiel, um Spenden für queere Personen aus Äthiopien zu sammeln oder auf deren Projekt @houseofguramayle aufmerksam zu machen. 

20. Unsere.kleinendahamas

Sofia Jung ist Kunststudentin und pflegende Angehörige. Seit sie Anfang zwanzig ist, pflegt sie ihren demenziell veränderten Vater. Auf ihrem Instagram Kanal gibt sie Einblicke in das Leben ihrer inklusiven Wohngemeinschaft am Rand von Linz. Dort können wir Sofia und ihrem Papa Herwig beim Backen, Spazierengehen und gemeinsamen Herumalbern beobachten. Manchmal wird es auch ernst, wenn die junge Frau die Herausforderungen im Leben als pflegende Tochter zeigt. Wenn der Papa vergisst, dass sie schon lange nicht mehr in der Schule ist oder wenn die Verantwortung sie daran hindert, sich auf die Beziehung mit ihrem Mann zu konzentrieren. 

Trotz alledem ist der Account “unsere.kleinendahamas” ein inspirierender Ort. Betroffenen zeigt er, dass man sich Auszeiten durchaus nehmen kann und darf (sofern finanziell und vom Netzwerk aus möglich). So versucht Sofia ihrer Leidenschaft des Reisens und der Kunst nach wie vor nachzugehen, hält Vorträge zum Thema Demenz oder stellt ihre Werke in Linz aus. Für Menschen ohne Berührungspunkte zum Thema Demenz oder Alzheimer bietet Sofia viel Aufklärung und zeigt mal eine andere Seite der Krankheit auf.

21. Dr. Bohl

Paulus Bohl ist Kabarettist, Comedian und Teilzeit-Tänzer. Gemeinsam mit seinem Bruder Benjamin bringt er als Duo „Dr. Bohl“ seit der Pandemie absurde Alltagsbeobachtungen auf Social Media – vom grantigen Wiener bis zur überforderten Beamtin. Mehr als 100.000 Follower feiern ihren Mix aus Satire und Schmäh. Wenn Paulus nicht gerade auf der Bühne steht oder TikToks dreht, tanzt er durchs ORF-Studio („Dancing Stars“), spielt Fußball bei Semper Victoria oder singt auf Hochzeiten. Auf der Bühne wird’s manchmal auch ernst – etwa wenn er in seinem Solo-Programm vom Scheitern beim Daten erzählt. Mit viel Selbstironie, aber nie ohne Tiefgang.

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